Danke, DJ!


(no further comment necessary)

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Do-ski-danja.

Was haben wir sie gehasst, die Holländer!

Orangenes Pack, nervtötende Stemmbogen-Artisten, daueraufdensackgehende Gute-Laune-Bande! Furchtbar!

Doch schon vor vier Jahren, als in der Ischgler Therme abends nur Russisch durch die Gewölbe schallte, ahnte ich Böses. Und zwei Jahre später, als ich mit Nadine in einem Zillertaler 6er-Sessellift saß, links von uns zwei Russen, rechts von uns zwei Russen, wusste ich, das dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein würde. Nämlich der Freundschaft zwischen den Deutschen und den … *tieflufthol* … *seufz* … Niederländern! Keine Liebesheirat, eher eine Vernunftehe.

Wie konnte es soweit kommen?

Es ist ja seit langem bekannt, dass die Oberen Zehntausend des ehemaligen Zarenreichs sich inzwischen in den Nobel-Skiorten der Alpen breitmachen. Zuerst waren sie in St. Moritz, schon bald kam St. Anton dazu, später Ischgl, Chamonix, Verbier, Davos, Gstaad. Überall wo es chic und (vor allem) teuer war und ist, strömten die pelzbejackten Russinen nebst ihren geldprolligen Macho-Pseudo-Zaren in die bislang schöne Winterwelt. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die etwas weiter unteren Hunderttausend in der Breite breitmachen würden. Fast nirgendwo ist man mehr sicher vor den neureichen Gazprom-Prolls. Ischgl ist hierbei fest in Ukrainischer Hand – da kommt also noch die Gefahr hinzu, das man, äußert man sich abfällig über die Ostvasion, von Vitali und Wladimir eins auf die Omme bekommt. Na, herzlichen Glückwunsch! Selbst gänzlich unglamouröse Orte wie Ziller- und Ötztal sind inzwischen keine sicheren Rückzugsorte mehr vor der Zielgruppen-Erweiterung gen Osten. Österreich und Schweiz scheinen inzwischen komplett verrusst.

Im russischen Fahrwasser schippern übrigens die Polen, Tschechen und Ungarn. Die sind allerdings in der Regel ärmer und deshalb tendenziell weniger nervig. Außerdem bereichern sie die Skigebiete mit überdurchschnittlich schönen Frauen, die zur Abwechslung nicht alle platinblondiert sind und nicht aussehen wie Moskauer Edel-Prostituierte. Die dürfen also gerne weiterhin kommen.

Als kleine Wiedergutmachung scheinen die Russen allerdings um einiges besser Skifahren zu können als die Holländer. Das ist ja aber auch keine große Kunst, schließlich haben die Russen zum Üben Kaukasus und Ural. Und was haben die Holländer? Zwei Mal Snowworld, Landgraaf und Zoetermeer. Ich war früher ja der Ansicht, dass man die Erlaubnis zum Skifahren nur an Leute erteilen sollte, die nicht aus flachen Ländern stammen. Naja, aber das war früher. Bevor die Russen kamen.

Aber gibt es denn überhaupt keine Lösung? Doch, die gibt es! Und die liegt in der Faulheit des bepelzten Geldadels. Die haben’s nämlich gerne bequem. Französische Appartment-Waben à la Val-Thorens sind also ihre Sache nicht.

Deswegen hat der Autor dieser Zeilen jetzt beschlossen, den nächsten Skiurlaub wieder in frankonphonen Gefilden zu verbringen. Pourquoi les Russes sont merde!

Was Schlager und Pornorap gemeinsam haben.

„Beide sind Projektionsflächen für Träume, die niemals in Erfüllung gehen werden.“

So steht es geschrieben in der NEON vom Februar. Erdacht vom Autoren Patrick Bauer in seinem vortrefflichen Artikel über Bushido, der jetzt plötzlich das neue Darling der Bildungsbürger wird, weil er ja mit „dem Bernd“ einen Film über sein Leben gemacht hat. Naja. Mein Darling wird der feine Herr Bushido nie werden, auch wenn jetzt Moritz Bleibtreu sagt, der wäre ja „total freundlich“. Schon absurd: Wenn jemand „freundlich“ ist, verdient das heutzutage schon eine besondere Erwähnung? Anscheinend schon.

Und dank Scooter-Produzent Jens Thele, der Porno-Pfosten „Frauenarzt“ erst als Support-Act auf die Scooter-Bühne und dann in die Bierzelte der Nation brachte, grölen jetzt ganz normale Leute die Frauenarzt’sche Porno-Pseudomusik. In wiefern man in meinem Umfeld überhaupt von „ganz normal“ sprechen kann steht auf einem anderen Blatt. Aber mir sind da so einige Leute bekannt, auf die das obige Zitat von Patrick Bauer zu 100 Prozent zutrifft.

In der gleichen NEON-Ausgabe übrigens auch: „Teste deinen Sex-IQ!“ Da würde ich bei einigen Ponorap-Grölern messerscharf diagnostizieren: Ganz klar unter der F*tzen-Innentemperatur. Man muss ja in der Sprache sprechen, die die Leute verstehen.

Der DJ ist sich selbst sein größter Fan.

Hin und wieder gibt es Vorkommnisse in meiner persönlichen, kleinen Gasse des World Wide Web, die muss ich einfach kommentieren.

Mein letzter Liebling war ja „dr_john_becker“, und er praktizierte in einer Online-Klinik, die sich ganz dem Thema „Kirmes und Freizeitparks“ verschrieben hat. Doch mittlerweile ist der gute Doc anscheinend der Gesundheitsreform zum Opfer gefallen, postet er doch nur noch spärlich und wenn, dann gar mit recht überschaubarem Nervfaktor. Aber ein Internetforum wäre kein Internetforum, wenn es nicht auf der Stelle einen Nachfolger in den OP schicken würde.

Der operiert diesmal im musikalischen Bereich, wie sein Nickname vermuten lässt. Aber was ist so schlimm an ihm? Er hat in seinem Beruf als Kaufmann ganz offensichtlich viel Zeit. Sehr viel Zeit. Sehr viel Zeit für sehr viel Mist. Belanglose Metapostings der seitenlangen Natur sind seine Spezialität. Dabei hat man den Eindruck, er würde den Mumpitz, den er da schreibt, tatsächlich für geistig anspruchsvoll halten.

Gleichzeitig glänzt er, der sich selbst als „voluminöse Gestalt“ bezeichnet, leider nicht mit dem korpulenten Personen oft so eigenen Humor. Ganz im Gegenteil: Selbst bei augenzwinkernden Mini-Bashs in seine Richtung weint er die Moderatoren herbei, was dem Kollegen Miggiano kürzlich grundlos eine Woche Urlaub bescherte. In dem gleichen Zusammenhang kassierte ich eine Verwarnung für ein süffisant vorgetragenes Korrekturposting einer herrlichen Stilblüte aus seiner Feder. Ich sag nur: „120 Meter ist ne Hausmarke“. Nein, NUMMER, du Depp, HausNUMMER! Nur für den Fall, dass du es noch immer nicht geschnallt hast.

Zumindest in meinem erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis sind sich über ihn alle einig. Kontroverse Diskussionen über ihn sind nirgendwo möglich. Sagt man: „Der Typ ist der größte Vollpfosten von ganzen Forum“ nickt grundsätzlich die komplette Runde.

Und warum? Weil’s eben stimmt. Aber immerhin habe ich ihm hier jetzt 20 Minuten Zeit gewidmet.

Das Schicksal der meisten Blogs …

… ist ja, dass der Inhaber schon nach kurzer Zeit die Lust verliert. Warum sollte das bei „The Knowledge“ anders sein? Eben.

Aber dieser Blog hier wird die Ausnahme von der Periode sein. Habe ich mir zumindest vorgenommen. Also ab jetzt.

Es hat sich viel getan: Neue Wohnung (Yeah!), wieder Single (Doppel-Yeah!), Couchtisch auf Einweihungsfeier nicht komplett abgebrannt (Triple-Yeah!). Läuft also gut bei mir. Ich kann und will nicht klagen.

Wie bisher werde ich hin und wieder rumschummeln und neue Einträge rückdatieren, weil sie chronologisch einfach dorthin gehören. Es lohnt sich also, auch die älteren Monate nach neuen Einträgen zu durchforsten. Zumindest ist es mein Plan, dass es sich in Zukunft lohnen wird.

Optimistisch, wie ich bin, bedanke ich mich schon mal im Voraus für die Lesertreue.

Ihr liest mich!

Die Weiße Hölle.

In Deutschland schneit’s.

In ganz Deutschland? Nein. Wir hier im Rheinland kriegen von alledem mal wieder nix mit. Und der Autor dieser Zeilen muss schon ganz weit zurück denken, an den Winter 78/79 etwa, als er als kleine Steppke mit seinen Eltern im Ferienhaus in der Probstei einschneite. Als ob der ödeste Landstrich dieses vereinigten Deutschlands nicht auch schon im Sommer unwirtlich genug wäre.

Diesen Winter ist es also mal wieder soweit. Zumindest soll es mal wieder soweit sein. Hört man so im Radio oder liest man so im Fernsehen. Als „Daisy“ kam, ließ ich sogar extra mein Auto in der Tiefgarage im Medienhafen stehen, ich wollte ja am nächsten Tag nicht stundenlang die Karre unter einem undefinierbaren Schneeberg hervorschaufeln. Kluge Entscheidung, dachte ich.

Und was kam? Nix! Also zumindest fast nix. Das Bild zeigt die schönste Stadt am Rhein zum Zeitpunkt der heftigsten Schneelage.

Die vorsorglich abgesagte Sauf-Sause in der Abriss-Bar des Phantasialandes hätte problemlos stattfinden können. Hätte irgendeine übervorsichtige Lusche sie nicht abgesagt. Und die Lusche war … ähem … ich! Die weiße Hölle der Probstei hinterließ eben Narben, die bis heute nicht verheilt sind. Die rühren allerdings weniger vom Schnee, als von der Harzer-Stinkkäse-Phase meines Vaters, die in den damaligen Tage gerade ihre Hoch-Zeit durchlebte. In Kombination mit der überschaubaren Quadratmeterzahl des Ferienhauses meiner Tante Anneliese in Heidkate führte dies zu einem unfassbaren Gestank, der schon 1978 klar gegen die Genfer Konventionen verstoßen haben muss.

Die Moral von der Geschicht: Schnee ist, solange man nicht 6 Stunden lang in erster Reihe die Bergungsarbeiten eines niederländischen Tulpenlasters auf der A3 mit ansehen muss, gar nicht so schlimm. Aber Harzer Käse wird es immer sein. Egal, wie das Wetter wird.

Freunde mit Biss.

Es gibt da draußen ja viele, die volle Suppe auf „Friends“ stehen.

Zumindest soll es sie geben, denn es hat sich in meinem erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis noch niemand gefunden, der zugab, auf diese weichgespülte US-Kacke zu stehen.

Recht so! Denn am Ende des Tages gibt es schließlich nur eine Sitcom, die im Wesentlichen daraus besteht, dass sich Freunde miteinander unterhalten und dabei auch noch lustig ist. Die Rede ist selbstverständlich von Coupling. Daher will ich am heutigen Tage euch diese, in Deutschland leider nur mit einem Bruchteil des Erfolges ihres kommerziell weit erfolgreicheren US-Pendants gesegnete Serie der BBC ans Herz legen.

Mein geschätzter englischer Freund Justin Garvanovic hat es mal treffend folgendermaßen zusammengefasst: „Coupling is Friends with a bite“. Und das stimmt! Denn wo Jennifer Aniston und Konsorten um den heißen Brei herum reden, geht es bei „Coupling“ richtig zur Sache. Zu der einen Sache, Sex also. Und das nie peinlich, außer für die Protagonisten. Für die aber richtig! Und das ist hinreißend komisch!

Zugegeben, der Charakter des Jeff Murdock ist ein wenig von Seinfelds Kramer abgeschaut, aber sonst hat sich Coupling-Vater Steven Moffat originelle, weil ungesehene Charaktere ausgedacht. Und vor allem bietet „Coupling“ eines, was mein kleines Texterherz höher schlagen lässt: unschlagbar lustige Dialoge. Das hat der Herr Moffat einfach drauf.

Natürlich gilt auch hier: Coupling funktioniert vornehmlich – aber nicht nur – in englischen Original. Und für nur 13,88 Britische Pfund für alle Folgen in einer schönen Box ein Schnäppchen, bei dem man zuschlagen muss. Für jeden, der gut genug Englisch spricht um die Witze zu schnallen, ein absolutes Muss. Gerade im Winter.

Und für die kleinen „Fluch der Karibik“-Mädchen gibt es noch ein Bonus-Bonbon: Der Steven Taylor von „Coupling“ wird gespielt von Jack Davenport. Ja, der Jack Davenport, der später als Commander Norrington Captain Jack Sparrow nachstellte. Gut, das ist jetzt nicht Johnny Depp persönlich, aber immerhin …

Der nette Tante aus Hamburg.

Norman Kolodziej ist Hamburger. Norman Kolodziej mag Computer.

Und er versteht sich darauf, mit ihnen Musik zu machen. Musik zum Tanzen. Musik zum Raven. Musik, die einfach voll in die Fresse geht. Aber man reibt sich hinterher nicht schmerzvoll die Wange, sondern hält ihm die andere Seite auch noch hin. Weil man mehr davon will. Nochmal zuschlagen, bitte!

Norman ist nicht nur die eine Hälfte von Bratze, er ist auch Der Tante Renate. Und das mit wachsender Beliebtheit. Während bei Bratze viele Leute die leicht sperrigen Texte von Partner Kevin Hamann aka ClickClickDecker irritieren, findet die Sache bei Der Tante Renate zur Abwechslung instrumental oder bestenfalls mit ein wenig Vocoder-Singsang statt. Und selbst absolute Musiknazis wie Hans Seel, der alles ablehnt, was nicht nach Depeche Modes „Violator“ klingt und im Hit-Faktor nicht mithalten kann, drehen bei Der Tante Renate das Autoradio lauter. Was jetzt nicht unbedingt was Positives heißen muss. Aber Turgut Kocer nennt Tantes Musik verächtlich „Captain Future Prollsound“. Und das ist auf jeden Fall etwas Positives.

Norman Kolodziej versteht sich auf klassische Computersounds mit Videospiel-Anleihen. Aber er versteigt sich dabei nicht in verkopfter Minimalistik, welche der Fraktion der Spex-Leser elitär-andersartiges Zungengeschnalze entlocken würde. Er entlockt seinen Computern Tonfolgen mit Ohrwurm-Potenzial, welche 16-jährige Pickelausdrücker ebenso mitnimmt wie 40-jährige Werbetexter. Wenn ihr versteht, was ich meine. Weil man bei ihm jedoch nicht mitgrölen kann, fehlen ihm Gott sei Dank die halbgaren Anarcho-Teenies, welche man auf Frittenbude- oder Egotronic-Konzerten trifft. Was das Live-Erlebnis auch für ältere Semester erträglich macht.

Eine Tante also, die man gerne mal zum Kaffee einladen würde. Hier einladen!

Mein erstes Mal.

Ich geb’s zu: Es war ein Kindheitstraum. Einmal an den Knöpfen eines Fahrgeschäftes sitzen. Einmal ganze Sperrfeuer schlauer und dummer Sprüche ablassen. Einmal die Regler auf 10 drehen und der Klassiker „Ich sitz da ja nicht drin …“ bringen. Und endlich ist er wahr geworden.

Als Kumpel Fabian am berühmt-berüchtigten „Experience“ von Conny und Jürgen Kauffmann aufhörte, um sich fortan bei Gründlers „Circus Circus“ zu verdingen, witterte ich schon Morgenluft. „Da wird ne Stelle frei!“ Letzten Herbst dann der Erstkontakt: Traf sich auch einfach zu gut, dass ich mit Willy Fellerhoffs großer Geisterbahn dem Experience auf der Krefelder Sprödentalkirmes fast gegenüber stand. Am Samstag des zweiten Wochenendes saß ich also zugegeben mehr in der Exxi-Kasse als ich in der Monster-Brut stand. So kurz vor Saisonende war da natürlich nichts mehr zu reißen, aber 2009 ist ja auch noch ein Jahr.

Das führte das wilde Hochrundfahrgeschäft aus Bopfingen nach dem Saisonauftakt in Detmold dann auf die allerhöchstens mediocre Veranstaltung in Duisburg-Rheinhausen – also läppische 30 Autominuten von meiner Wohnung entfernt. Flugs zum Auftakt einer ostersamstäglichen Kirmestour also dorthin und zusammen mit dem abtrünnigen Fabian „Hallo!“ gesagt. Und plötzlich ging alles ganz schnell: Keine 15 Minuten später saß ich mit feuchten Händen zum ersten Mal am Fahrpult.

Anfangs gings noch ziemlich holperig von der Hand, aber mit Zeit schlich sich immer mehr Routine in mein Tun. Für die Gesellenprüfung ist es zwar noch zu früh und Meister Jürgen sieht hier und da noch Verbesserungspotential, aber ein Anfang ist gemacht. Und es juckt mir schon wieder in den Fingern. Macht aber auch zu viel Spaß, der Job.

exxi

Wie es mit meiner Rekommandeurs-Karriere weitergeht? Ich hoffe gut! Zukünftige Gastspiele des Exxi mit mir am Mikro werde ich hier jedenfalls kundtun. In diesem Sinne: „Die Fahrt wird toller, die Hose voller!“

Same procedure as last season.

Jaja, die Fortuna …

Es ist ja durchaus richtig, dass das konsequente Verschenken von Big Points superduperärgerlich ist. Aber was sich Düsseldorfs Intellektuellenblatt „Express“ da am Montag geleistet hat, ist einfach nur noch lustig.

Da wird nicht nur ein Ex-Karnevalsprinz nach seiner Stammtischmeinung („Die wollen gar nicht aufsteigen!“) gefragt, auch erklärte Fußball-Koryphäen wie Dietloff von Arnim dürfen dem „Express“ ihre fachkundige Analyse („Aber wenn einige Spieler Angst davor haben, in der Zweiten Liga ihren Platz zu verlieren – eine sichere Nominierung können sie mit solchen Leistungen auch in der 3. Liga nicht erwarten.“) ins Mikro diktieren. Ist klar. Der Mann ist als Organisator einen Düsseldorfer TENNISTURNIERS natürlich prädestiniert für eine derartige Facheinschätzung.

Eigentlich disqualifiziert ihn schon sein Name, irgendwas über Fußball sagen zu dürfen. Oder kann sich jemand vorstellen, dass Werner Hansch mal kommentieren könnte: „Dietloff von Arnim hat mit einer beinharten Blutgrätsche das sichere Gegentor verhindert.“ Eher nicht. Also: WMKAH … EMFH!

Manchmal ist weniger mehr.

Ich bin ja bekanntlich in verschiedenen Internetforen aktiv. Ich kenn das also ganz gut. Und weiß, was geht. Und was nicht.

Nicht geht, wenn ein Newbie aus dem Nichts über 10 Postings pro Tag schreibt. Vor allem dann, wenn zwischen Quanti- und Qualität eine gewaltige Lücke klafft.

In meinem Lieblings-Internetzoo über Kirmes und Freizeitparks gibt es jetzt gerade wieder so einen Fall. „dr_john_becker“ ist ein Namensvetter des von Ted Danson verkörpterten TV-Arztes. Diagnose: Geistiger und verbaler Brechdurchfall. Und anscheinend hoffnungslos beratungsresistent. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte die Admins und Moderatoren, warum da bisher nichts unternommen wird.

Man fragt sich vor allem: Was hat der Typ vorher den ganzen Tag gemacht? Däumchen drehen? Finger im Po, Mexiko? Man will’s nicht wissen. Man will nur, dass der Spacko schnellstmöglich wieder verschwindet. Dorthin, wo die Sonne niemals scheint.

Gelsenkirchen ist ein Zoo.

Äh, ich meine natürlich: Gelsenkirchen hat einen Zoo. Und zwar die ZOOM Erlebniswelt.

Was sich da so hochtrabend „Erlebniswelt“ tituliert, kommt als nett gestaltetes Zööchen daher. Zööchen deshalb, weil der Laden für jemanden, der Hagenbeck gewohnt ist, schlichtweg winzig ist.

Die mangelnde Größe versuchen die Gelsenkirchener durch extremst verschlungene Wege wettzumachen. Das gelingt sogar! Und die Thematisierungs-Ansätze können als durchaus gelungen angesehen werden.

Gar nicht gelungen ist die Besucher-Struktur, die ganz Gelsenkirchen-typisch eine gewisse Assigkeit nicht verleugnen kann. Aber vielleicht lag es auch am letzten Gültigkeitstag der Ruhr-Top-Card, der das Low-Level-Publikum wie wild in die Wildnis trieb.

Für mich als Schlangen-Fan gab es leider nichts zu bestaunen, aber das wird sich ändern, sobald der lang angekündigte Asien-Themenbereich fertig gestellt ist. Dies sollte eigentlich heute der Fall sein, wurde aber mal geschmeidig auf 2010 verschoben. Vermutlich wurden Subventionen gestrichen.

Sollt ihr da also hinfahren? Ja, sollt ihr. Die ZOOM Erlebniswelt ist zwar nicht so toll wie der Hype um sie, aber auch nicht übel.

Filmriss für Fortgeschrittene.

Es war jetzt schon das zweite Mal.

Das zweite Mal, dass ich mit den Kollegen Altweiber gefeiert habe. Wieder ging es in der Agentur um 11 Uhr 11 los, doch dieses Jahr hat die sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Nix war dekoriert, kaum Essen da, einfach nur peinlich. Setzen, 6! Kollege Benno hat diese Peinlichkeit zwar noch mit einem 20-Liter-Fass Kölsch (!!!) abgemildert, aber vergeigt ist vergeigt.

Das Unheil nahm also seinen Lauf. 20 Liter und der harte Karnevalisten-Kern bestehend aus 5 Personen, das war ja sowas wie ne Aufgabe. Die haben wir zwar nur unzulänglich gelöst, aber immerhin war das Fass, als wir um halb 2 die Agentur in Richtung Altstadt verließen, halb leer. Und wir schon gut voll.

Die Flasche Jägermeister, die Kollege Volker zu der Sause aus ergonomischen Gründen („… ist leichter als ein Kasten Bier!“) beitrug, machte unseren und insbesondere meinen Zustand nicht besser. In der Altstadt war es dann erwartungsgemäß sehr voll mit vollen Menschen. Auf der Bolkerstraße, die wir aufgrund eines nötigen Umweges am Sparkassen-Geldautomaten entlang streifen mussten, hatte ich kurzzeitig ein wenig Angst. Es ging weder vor noch zurück und die Planlosigkeit aller Beteiligten tat ihr Übriges.

Zum Feier-Epizentrum wurde kurzerhand die Kurze Straße auserkoren. Hier trafen wir uns mit den weiblichen Kolleginnen, was ja auch immer schön ist, so fürs Auge. Irgendwann landeten wir dann im Schaukelstuhl und noch irgendwanner konnte ich nicht einmal mehr am Tresen stehen, ohne mich festzuhalten. Zeit, zu gehen.

Das tat ich dann auch, und hier endet meine Erinnerung. Ich habe noch vor Augen, wie ich selbst auf der Bolkerstraße – und dort ist die Konkurrenz nun wahrlich nicht gering – durch meine fortgeschrittene Trunkenheit unangenehm auffiel. Respekt! Das muss man erst mal schaffen.

Der nächsten Schnipsel, der noch in meinem zerschundenen Gehirn auffindbar ist, beinhaltet eine kurze Straßenbahnfahrt von der Jacobistraße bis Am Wehrhahn. Wie ich zur Jacobistraße gekommen bin? Keine Ahnung! Vermutlich zu Fuß, obwohl ich ja nicht mehr richtig laufen konnte. Irgendwann bin ich aufgewacht, noch immer in meinem Disco-Stu-Kostüm, auf dem Bett liegend. Filmriss galore!

Nie wieder Alkohol. Also bis Sonntag jedenfalls.,