Kategorie: In eigener Knowledge

Wenn Rituale sich in Luft auflösen.

Es gibt so Tage, da wäre man lieber im Bett geblieben.

Heute ist so einer. Eine Hiobsbotschaft jagt die nächste. Meine kleine Welt wird heute mit Macht aus den Angeln gehoben. Meine Leidensfähigkeit mit Nachdruck auf die Probe gestellt.

Ich pflege nämlich seit ich in Düsseldorf wohne ein bestimmtes Ritual, welches sich alle sechs Wochen mit schönster Regelmäßigkeit wiederholt.

Ich besuche in der Mittagspause meinen Friseur in der Lorettostraße, „Starschnitt“ mit Namen. Dort lasse ich mir dann die immer gleiche Frisur schneiden. Oder zumindest das, was ich für eine Frisur halte. Das Leben braucht Beständigkeit.

Danach gehe ich die Straße runter und esse im dortigen, von einer koreanischen Familie betriebenen Schnellrestaurant „Loretto-Grill“, einer Oase der Bodenständigkeit im eigentlich komplett gentrifizierten Unterbilk, das Gericht „Tang Su Yuk“. Fragt mich nicht, was das ist. Es schmeckt jedenfalls super. Vermutlich ist es Hund.

Heute musste ich zuerst beim Haarewaschen erfahren, dass der Starschnitt zu macht. „Hier kommt aber wieder ein Friseur rein“, teilte mir meine türkische Lieblings-Frisilette mit, „aber erstmal wird der komplette Laden renoviert, die reißen alles raus.“ Adieu, geliebte Schäbigkeit! Vermutlich kommt da so ein überteuerter Szene-Schnippler rein, 30 Euro der Trockenhaarschnitt, für das Pack aus den umliegenden Werbeagenturen. Zum Kotzen!

Nun ja, daraufhin ging ich also wieder zum Loretto-Grill. Diesen Teil würde man mir nicht nehmen können, diesen Teil nicht, da war ich mir sicher. Und dann sah ich das:

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Fazit des erst angebrochenen Tages: Ich will auf’n Arm!

iamtheknowledge.wordpress.com/neustart

Blogs haben es ja allgemein nicht leicht.

Früher hieß es: Video killed the Radio Star.

Heute wäre es: Facebook killed the Blog Star.

Ich werde mir Mühe geben, hier jetzt wieder mal was zu schreiben und das Ding nicht wieder fast drei Jahre lang brach liegen zu lassen. Habe gerade mal kurz durchgefegt, gelüftet und ein paar Einträge ins Blog-Nirvana befördert, die ich heute für micht mehr so wahnsinnig passend halte. Und nachdem ich mir zwecks Qualitätskontrolle nochmal den alten Shit komplett zu Gemüte geführt hatte, muss ich ganz uneitel zu dem Schluss kommen, dass sich das doch echt ordentlich liest. Gibt auf jeden Fall dümmeres Zeug.

Wie gesagt, ich werde mir Mühe geben. Falls hier wieder schnell tote Hose einkehrt: Arschtritte welcome!

Das Schicksal der meisten Blogs …

… ist ja, dass der Inhaber schon nach kurzer Zeit die Lust verliert. Warum sollte das bei „The Knowledge“ anders sein? Eben.

Aber dieser Blog hier wird die Ausnahme von der Periode sein. Habe ich mir zumindest vorgenommen. Also ab jetzt.

Es hat sich viel getan: Neue Wohnung (Yeah!), wieder Single (Doppel-Yeah!), Couchtisch auf Einweihungsfeier nicht komplett abgebrannt (Triple-Yeah!). Läuft also gut bei mir. Ich kann und will nicht klagen.

Wie bisher werde ich hin und wieder rumschummeln und neue Einträge rückdatieren, weil sie chronologisch einfach dorthin gehören. Es lohnt sich also, auch die älteren Monate nach neuen Einträgen zu durchforsten. Zumindest ist es mein Plan, dass es sich in Zukunft lohnen wird.

Optimistisch, wie ich bin, bedanke ich mich schon mal im Voraus für die Lesertreue.

Ihr liest mich!

Ich fand’s ja immer doof …

… dieses sinnlose Geblogge. Und eigentlich ist das auch noch immer so.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass in jeder Sekunde irgendwo drei neue Blogs eröffnet werden. Wer soll den ganzen Scheiß bitte lesen? Richtig, niemand. Der meinige macht da natürlich keine Ausnahme.

Was wird hier also in Zukunft zu lesen sein? Pikante Details aus meinem ausschweifenden (Liebes-)Leben? Wohl eher nicht. Wahnsinnige Details aus der wilden Welt der Werbung? Fänden meine Kunden wohl doof und wenn ich mich richtig erinnere, steht auch irgendwas in meinem Arbeitsvertrag von wegen fristlose Kündigung und so. Lass ich also auch lieber. Ich bin ja bekennender Fan von geregeltem Einkommen.

Beobachtungen des alltäglichen Wahnsinns, Kommentare zu Allemmöglichen, fluffige Musiktipps, neues von meinen zahlreichen Kopfschüttelhobbies – yeah, that’s it! Und um das unsäglich-überstrapazierte „Wir lesen uns!“ zu vermeiden, schließe ich diesen ersten Eintrag mit dem viel zutreffenderen

Ihr liest mich!