Verfasst von: iamtheknowledge | 17. März 2010

Geboren um bei Yann Tiersen zu klauen

Was ist unheilig?

Auf jeden Fall ist die, sagen wir mal, „deutliche künstlerische Inspiration“, die sich die Leute von Unheilig bei Klavier-Virtuose Yann Tiersen geholt haben, nichts, für das man heilig gesprochen wird. Fand man den unheiligen Gothic-Schlager bisher nicht sonderlich schlimm sondern einfach nur peinlich, muss man jetzt doch feststellen, dass Henning Verlage und Konsorten die Fabelhafte Welt der Amelie wohl mehr als ein Mal geschaut haben, so ähnlich sich die Harmonien von „Comptine d’un autre été (l’après-midi)“ …

… und „Geboren um zu leben“ …

… doch sind.

Pfui, pfui, pfui – ihr kommt in die Hölle, aber ganz sicher!

Verfasst von: iamtheknowledge | 12. März 2010

Ich hasse es …

… immer Recht zu haben!

Auch wenn du mich am Ende ziemlich genervt hast und ich ab dem Halbfinale für Kerstin Freking war: herzlichen Glückwunsch, LML!

Verfasst von: iamtheknowledge | 26. Februar 2010

Spinning mit Sadisten-Silke

Ich hab’s durchgezogen. Ich bin wieder Mitglied eines Fitnessstudios.

Und der Kurs „Easy Cycling“ erschien mir schon vom Namen her sympathisch. Eine geschmeidige Radtour zu schmissiger Musik mit dem Blick auf die knackigen Hintern meiner drahtigen Mit-Radlerinnen. Wie geschaffen für mich, den unfitten Wiedereinsteiger. Eine Flirt-Hochburg für Single-Männer. Entspanntes Radeln mit hochem Zuzwinker-Faktor. So hatte ich mir das vorgestellt. Tja. Falsch vorgestellt. Das Problem geht schon damit los, dass man beim Spinning selbst entscheiden kann, wie hoch der Trittwiderstand ist. Sowas bietet man einem leicht übergewichtigen Ehrgeizling wie mir natürlich nicht ohne Hintergedanken an. Das Ergebnis ist leider, dass man den Trittwiederstand viel zu hoch einstellt. Man will ja keine Lusche sein. Und in den ersten 10 bis 15 Minuten geht das ja auch noch gut. Lockeres Einradeln zu schnuffigen Ambient-Sounds. Dufte hier! Dann kommt der erste Berg, und man wird aufgefordert, den Trittwiederstand höher zu drehen. Noch höher? Nun gut, die Trainerin, ein übersportliches Kurzhaarmodell, das sich als „Silke“ vorstellt, wird ja schon wissen, was sie tut. 6 Minuten bergauf. Im Stehen! Nach einer Minute glühen die Knie, nach einer weiteren Minute der ganze Körper! Der Schweiß läuft in Sturzbächen über den Lenker und schon bald steht mein Rad in einer kleinen Pfütze. Noch drei Minuten! Sadisten-Silke peitscht die Truppe mit gut abgehangenen Motivationssprüchen noch vorne. Naja, zumindest den Teil der Truppe, der nicht ich ist. An mir perlen solche durchschaubaren Tschacka-Sprüche ja spurlos ab. Ich bin dafür zu alt. Und vor allem zu schlau.

Nach einer halben Stunde häufen sich die Blicke auf die rechts von mir hängende Uhr. Das kleine, dicke Mädchen neben mir deutet meine Blicke in Richtung Uhr wohl als Flirtversuch und lächelt gequält. Oh je! Ich will hier raus! Dumm nur, dass man trotz heftigster Strampelei nicht von der Stelle kommt.

25 Minuten später ist nicht nur die Trainingseinheit am Ende – ich bin es auch! Und trotzdem glücklich! Stalingrad war bestimmt nichts dagegen. Soll die Freibad-Saison doch kommen!

Verfasst von: iamtheknowledge | 21. Februar 2010

Große Brüste sind ja was Schönes …

… aber eine große Stimme wäre irgendwie noch schöner gewesen.

Nicht einmal die notgeilen RTL-Zuschauer konnten nach dieser stimmlichen Nullnummer Ossi-Landei Steffi Landerer in die nächste DSDS-Mottoshow hieven. Grandios in diesem Zusammenhang übrigens Marco Schreyl, der in seiner Anmoderation schon ahnte, dass die männlichen Zuschauer nach ihrem Auftritt „körperlich nicht mehr zum Telefonieren imstande“ sein könnten. Stimmt – weil sie sich nach der Steffi-Interpretation von Katy Perrys „I kissed a Girl“ vor Lachen die chipsrunden Bäuche hielten.

Foto (c) RTL / Stefan Gregorowius – Alle Infos zu „Deutschland sucht den Superstar“ im Special auf RTL.de

Wen hat Steffi heute denn alles so getroffen? Naja, bestimmt ihre 9 (Ex-) Mitkandidaten, die Produktions-Assis, ein paar Fotografen, Kamera- und Ton-Leute, die Jury Bohlen/Eichinger/Neumüller und Marco Schreyl. Töne? Leider keinen einzigen. Und es ist schön zu erfahren, dass man nichtmal bei DSDS nur mit Titten weiter kommt.

Verfasst von: iamtheknowledge | 20. Februar 2010

Wir haben Andrea Henkel …

… die Norweger haben Vibeke Skofterud.

Danke, Deutschland … ich hab’ dich auch lieb!

Verfasst von: iamtheknowledge | 19. Februar 2010

Köln lässt sich volllaufen!

Es gibt ja nichts Tragikomischeres als den Kölner U-Bahn-Bau.

Zuerst rutscht den Deppen das Stadtarchiv nebst angrenzenden Häusern in die Grube, unglücklicherweise sogar mit dem Verlust von Menschenleben. Dann kommt raus, dass irgendwelche Arbeiter 80 % der zur Stabilität nötigen Stahlbügel lieber vercheckt als eingebaut haben. Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, kommt jetzt auch noch die Schneeschmelze und es müsste schon mit dem Teufel zu gehen, wenn Vater Rhein nach diesem Rekordwinter nicht über 6,50 Meter steigen würde. Was dazu führte, dass die Baugrube für den neuen, großen, schönen Umsteigebahnhof am Heumarkt leider geflutet werden müsste. Kostenpunkt: nochmal ein paar Milliönchen für die steuersubventionierten Kölner Verkehrsbetriebe (KVB). Aber was soll’s, das ist halt Kölle!

Und genau das ist das Erschreckendste an der ganzen Sache: nämlich die Reaktion der meisten Kölner in meinem erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis. Hier wird die ganze Sache nämlich eher mit Lokalkolorit-verbrämter Verklärung bewertet. Ja, Köln wird durch solche Stories für diese Patrioten eher noch knuffiger und liebenswerter! Die finden das super, das macht Köln in deren Augen aus! Was für eine gute Gelegenheit den lieben Kölnern mal wieder mit Dietmar Wischmeyers analytischer Härte vor Augen zu führen, in was für einem lächerlichen Loch sie bei Licht betrachtet doch wohnen.

Offensichtlich keine Kölnerin ist meine Lieblings-Moderatorin Katrin Schmick vom WDR, einer der wenigen Gründe, Radiogebühren zu zahlen. Die Dame hatte das große Glück, den KVB-Chef Jürgen Fenske interviewen zu dürfen. Herr Fenske hatte offensichtlich noch nicht ganz realisiert, dass er mit einem hellen Kopf vom Niederrhein sprach, der durchaus imstande ist, weiter als von der Wand bis zur Tapete zu denken. Und die einfach nicht gewillt war, ihm die Geschichten von den „zusätzlichen Sicherungen“, welche „eigentlich gar nicht nötig“ wären und die die KVB „nur Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Kölner“ und aus Liebe zur Domstadt einbauen. Frau Schmick, die sich sonst durchaus in der Gewalt hat, wurde im Verlauf der Fenske’schen Märchenerzählung immer ungehaltener und am Schluss richtig sauer, was für jeden treuen Hörer deutlich zu spüren war. Und der gute Herr Fenske stieg, drücken wir es mal vorsichtig aus, nicht als Punktsieger aus dem Radio-Ring.

Ich habe so das „Jeföhl“, dass wir mit dieser Kölner U-Bahn-Sache noch sehr, sehr viel Spaß haben werden.

Verfasst von: iamtheknowledge | 17. Februar 2010

Unsere Lena für Oslo

Stefan Raabs „Unser Star für Oslo“ ist mir ein willkommener Ausgleich zur DSDS-Asiparade. Hier können die Teilnehmer tatsächlich noch singen. OK, das können bei DSDS auch ein paar, doch steht dort ja immer mehr das „Gesamtpaket“ (sprich: Titten und eine tränentriefende Hintergrundgeschichte) im Fokus. Wobei gegen Titten an sich nichts einzuwenden ist, solange die Inhaberinnen auch sonst noch was können. Was ja nur leider nicht der Fall ist. Und die doofen Hintergrundstories über die Hartz-IV-Sänger nerven wie Sau.

Bei Raab wird dagegen immer noch hauptsächlich und in erster Linie gesungen. Auch hier können das die einen besser, die anderen schlechter. Aber es findet auf einem derart hohen Niveau statt, dass man sich wirklich fragt, wie sich ein Stümperformat wie DSDS so lange im Fernsehen halten kann. Aber die Leute schauen ja auch „Frauentausch“ und „Teenager außer Kontrolle“, da sollte einen also nichts mehr wundern.


Erklärter Star und haushohe Favoritin von Raabs Sängerriege ist schon jetzt Lena Meyer-Landrut, eine ganz entzückende, dürre, durchgeknallte Björk-Kopie. Nur eben 30 Jahre jünger. Wundervoll! Dachte man nach ihrer Performance in der ersten Show noch „da kann sie jetzt nichts mehr draufsetzen“, so wurde man gestern Abend eines Besseren belehrt. Klein-Lena hüpfte erneut zu einem gänzlich unbekannten Song so herrlich unverkrampft und anscheinend völlig ohne irgendeine einstudierte Choreo über die für sie viel zu große Bühne, dass einem das Herz aufging. Wenn die Süße uns nicht eine erneute ESC-Blamage ersparen kann, wer dann? Für mich ist schon jetzt völlig klar, wer sich sogar von Holland 12 Points holen wird: Schnuckel-Lena aus Hannover!

Verfasst von: iamtheknowledge | 15. Februar 2010

Danke, DJ!


(no further comment necessary)

Verfasst von: iamtheknowledge | 11. Februar 2010

Do-ski-danja!

Was haben wir sie gehasst, die Holländer!

Orangenes Pack, nervtötende Stemmbogen-Artisten, daueraufdensackgehende Gute-Laune-Bande! Furchtbar!

Doch schon vor vier Jahren, als in der Ischgler Therme abends nur Russisch durch die Gewölbe schallte, ahnte ich Böses. Und zwei Jahre später, als ich mit Nadine in einem Zillertaler 6er-Sessellift saß, links von uns zwei Russen, rechts von uns zwei Russen, wusste ich, das dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein würde. Nämlich der Freundschaft zwischen den Deutschen und den … *tieflufthol* … *seufz* … Niederländern! Keine Liebesheirat, eher eine Vernunftehe.

Doch wie konnte es soweit kommen?

Es ist ja seit langem bekannt, dass die Oberen Zehntausend des ehemaligen Zarenreichs sich inzwischen in den Nobel-Skiorten der Alpen breitmachen. Zuerst waren sie in St. Moritz, schon bald kam St. Anton dazu, später Ischgl, Chamonix, Verbier, Davos, Gstaad. Überall wo es chic und (vor allem) teuer war und ist, strömten die pelzbejackten Russinen nebst ihren geldprolligen Macho-Pseudo-Zaren in die bislang schöne Winterwelt. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die etwas weiter unteren Hunderttausend in der Breite breitmachen würden. Fast nirgendwo ist man mehr sicher vor den neureichen Gazprom-Prolls. Ischgl ist hierbei fest in Ukrainischer Hand – da kommt also noch die Gefahr hinzu, das man, äußert man sich abfällig über die Ostvasion, von Vitali und Wladimir eins auf die Omme bekommt. Na, herzlichen Glückwunsch! Selbst gänzlich unglamouröse Orte wie Ziller- und Ötztal sind inzwischen keine sicheren Rückzugsorte mehr vor der Zielgruppen-Erweiterung gen Osten. Österreich und Schweiz scheinen inzwischen komplett verrusst.

Im russischen Fahrwasser schippern übrigens die Polen, Tschechen und Ungarn. Die sind allerdings in der Regel ärmer und deshalb tendenziell weniger nervig. Außerdem bereichern sie die Skigebiete mit überdurchschnittlich schönen Frauen, die zur Abwechslung nicht alle platinblondiert sind und nicht aussehen wie Moskauer Edel-Prostituierte. Die dürfen also gerne weiterhin kommen.

Als kleine Wiedergutmachung scheinen die Russen allerdings um einiges besser Skifahren zu können als die Holländer. Das ist ja aber auch keine große Kunst, schließlich haben die Russen zum Üben Kaukasus und Ural. Und was haben die Holländer? Zwei Mal Snowworld, Landgraaf und Zoetermeer. Ich war früher ja der Ansicht, dass man die Erlaubnis zum Skifahren nur an Leute erteilen sollte, die nicht aus flachen Ländern stammen. Naja, aber das war früher. Bevor die Russen kamen.

Aber gibt es denn überhaupt keine Lösung? Doch, die gibt es! Und die liegt in der Faulheit des bepelzten Geldadels. Die haben’s nämlich gerne bequem. Französische Appartment-Waben à la Val-Thorens sind also ihre Sache nicht.

Deswegen hat der Autor dieser Zeilen jetzt beschlossen, den nächsten Skiurlaub wieder in frankonphonen Gefilden zu verbringen. Pourquoi les Russes sont merde!

Verfasst von: iamtheknowledge | 5. Februar 2010

Was Schlager und Pornorap gemeinsam haben

„Beide sind Projektionsflächen für Träume, die niemals in Erfüllung gehen werden.“

So steht es geschrieben in der NEON vom Februar. Erdacht vom Autoren Patrick Bauer in seinem vortrefflichen Artikel über Bushido, der jetzt plötzlich das neue Darling der Bildungsbürger wird, weil er ja mit „dem Bernd“ einen Film über sein Leben gemacht hat. Naja. Mein Darling wird der feine Herr Bushido nie werden, auch wenn jetzt Moritz Bleibtreu sagt, der wäre ja „total freundlich“. Schon absurd: Wenn jemand „freundlich“ ist, verdient das heutzutage schon eine besondere Erwähnung? Anscheinend schon.

Und dank Scooter-Produzent Jens Thele, der Porno-Pfosten „Frauenarzt“ erst als Support-Act auf die Scooter-Bühne und dann in die Bierzelte der Nation brachte, grölen jetzt ganz normale Leute die Frauenarzt’sche Porno-Pseudomusik. In wiefern man in meinem Umfeld überhaupt von „ganz normal“ sprechen kann steht auf einem anderen Blatt. Aber mir sind da so einige Leute bekannt, auf die das obige Zitat von Patrick Bauer zu 100 Prozent zutrifft.

In der gleichen NEON-Ausgabe übrigens auch: „Teste deinen Sex-IQ!“ Da würde ich bei einigen Ponorap-Grölern messerscharf diagnostizieren: Ganz klar unter der F*tzen-Innentemperatur. Man muss ja in der Sprache sprechen, die die Leute verstehen.

Ältere Artikel »

Kategorien

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.